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Posts Tagged ‘Killerspiele’

Focus und der (die) Krimi(nalität)

Sachen gibt’s. Nach dem Amoklauf in Winnenden entstand von den Eltern der Opfer eine Aktion, welche auf den Namen „Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden“ hörte. Das Ziel: Schärfere Waffengesetze und das Verbot von Killerspielen. Dort tatsächlich so genannt und beschrieben als Spiele, die dazu dienen, Menschen zu töten. Sinn und Unsinn dieser Sache seien mal dahingestellt. Meine Meinung sollte hinlänglich bekannt sein.

Jedenfalls startete das Aktionsbündnis in Stuttgart jetzt eine Aktion, welche dazu aufrief, die bösen Spiele zu vernichten. Ein Container wurde aufgestellt und jeder der ein Spiel hineinwarf, das als Killerspiel gilt (Welches tut das?), der hatte die Chance auf irgendwelche Fußballtickets. Naja. Jetzt ist die Aktion gelaufen und so um die drei dutzend Spiele wurden wohl reingeworfen. Das Bündnis freut sich und sieht das als Erfolg (Ja ne, ist klar! Mal überlegt, wieviele Einwohner Stuttgart hat? Und wieviele von den Leuten kamen wegen der wesentlich teureren Tickets? Meh.). Und der Focus berichtet über die Aktion. Und über eine Gegenaktion.

Schön und gut. Interessiert mich alles nicht mehr wirklich. Nur eine Frage hätte ich an die Mannen vom Focus: Warum legt ihr den Artikel in der Kategorie „Kriminalität“ ab?

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Das Alte Leid


Es ist in aller Munde. In meinem war es auch schon oft. Ich habe mich darüber geärgert, es verteufelt und versucht dagegen anzukämpfen. Wer weiß wie viele Flachschwachmaten schreiben in wer weiß wie vielen Foren ihre Meinung dazu und garnieren diese Meinungen dann mit unzähligen Ausrufezeichen und Einsen, weil sie zu blöd sind, die Shift-Taste gedrückt zu halten. Hinzu kommt, dass die meisten dieser Meinungen nur einem Hirntoten entsprungen seien können – die Grammatik ist hinüber, die Rechtschreibung ausgestorben und die Wortwahl ist Indexreif (Gut, ich schreibe hier auch nicht perfekt, aber das ist ein Blog).

Für diejenigen, die es immer noch nicht verstanden haben: Es ist das alte Leid. Das Thema „Killerspiele“. Mal ganz davon abgesehen, dass der Ausdruck eigentlich schon totaler Schwachsinn ist. Egal. Wie gesagt, ich habe versucht gegen das Thema anzukämpfen, ich habe versucht es mit Humor zu nehmen. Schließlich habe ich mir gedacht: Was soll’s? Die Leser kapieren es so oder so nicht.

Kapieren was nicht? Ich will es erklären: Im Bundestag kursiert nun der Gesetzesentwurf von Herrn Beckstein, welche das total Verbot von sogenannten Killerspielen vorsieht. Genaueres dazu gibt es hier. Die Kommentare der Spieler waren geradezu erschreckend. Der Beleidigungsgrad war eine Klasse für sich – das Übliche also.
Doch hier muss ich meinen Mitspielern eines klar machen: Ihr seid so verdammt hohl, das gibt es kein zweites Mal. Hört endlich auf, dagegen anzukämpfen. Es bringt nichts. Rein gar nichts. Es muss auch nichts bringen: Das Gesetz wird nicht durchkommen. Und bald ist das so oder so alles Schnee von Vorgestern.

Da kann Crytek noch so sehr vom Auswandern sprechen, falls es zum Verbot kommt. Da kann EA den alternativen Gesetzesentwurf von Frau „Ursula von der Leyen“ noch so sehr begrüßen. Es spielt keine Rolle.

Es wird nicht zum Verbot kommen. Und Ursulas Vorschlag wird, sofern er denn überhaupt durchkommen sollte (wovon man nicht ausgehen kann), nicht lange bestehen. Das hat alles seine Gründe:

  • Becksteins Gesetzesentwurf ist rechtswidrig – er steht im Kontrast zum Grundgesetz
  • Bald dürfte der Jugendschutz auf EU Ebene geregelt werden – dann kann der deutsche Jugendschutz einpacken und wir sind am Ende die Sieger
  • Woher ich das weiß? Ganz einfach: Die Sache mit dem Grundgesetz ist hier wunderbar erläutert und das EU Thema wird im Moment auf so ziemlich jeder großen Nachrichtenseite erwähnt.

    Der Kampf ist sinnlos, denn wir haben schon längst gewonnen.

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