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Pressefreiheit Adè


Die PC World ist ein sehr bekanntes Printmagazin (und auch Onlinemagazin) im PC Bereich. Das steht außer Frage. Doch nun ist etwas geschehen, was mich an der deutschen Pressefreiheit, welche zumindest in unserem Grundgesetz verankert ist, zweifeln lässt. Und zwar eben bei dieser Zeitschrift. Zumindest, wenn das Schule macht.

Was ist also passiert? Wie der Inquirer berichtet, ist der aktuelle Chefredakteur seinen Job los. Gefeuert. Warum? Weil er einen Artikel schreiben wollte. Dieser trug den Titel „10 Dinge, die wir an Apple hassen“ – Es sollte ein humoristisches Werk werden, doch dem Verleger war schon das zuwider. Colin Crawford, der Chef des Verlages, veranlasste die Kündigung des Chefredakteurs. Außerdem bemängelte er auch noch, dass die Redakteure allgemein zu kritisch seien. Ganz besonders verwies er hier auf kritische Artikel über Anbieter, welche Anzeigen in der Zeitschrift schalten.
Laut dem Inquirer bekam der, nun ehemalige, Chefredakteur sogar des öfteren Anrufe von Steve Jobs persönlich, wenn diesem etwas in einem Artikel über Apple nicht gefiel.

Wo soll das hinführen? Vor einiger Zeit war in der Spielebranche schon ein riesen Wirbel (wie sich rausstellte um nichts) entstanden, weil irgendwer irgendwo behauptete, dass alle irgendwie korrupt seien. Damals war ich ein Verfechter der Onlinemagazine, kritisierte die Vorwürfe auf das Schärfste. So etwas konnte ich mir einfach nicht gefallen lassen. Und nun sehe ich, wie eine andere Sparte vor sich selbst einknickt. Die Pressefreiheit schwindet, kritische Artikel lassen sich durch genügend Anzeigenkäufe aufheben. Selbst ein Chefredakteur ist gegen so etwas nich mehr immun. So etwas muss doch zu verhindern sein…

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Psychos mit Messer

Februar 9, 2007 1 Kommentar

Es ist schon komisch. Das Thema ist eigentlich alt. Aber dennoch liegt es mir in den Fingern. Es ist eine allgemein bekannte Tatsache, dass man Psychopathen kein Messer in die Hand drücken sollte. Vielleicht bauen sie damit am Ende ja eine Messerpistole oder etwas dergleichen. Jedenfalls etwas, wodurch das normale Brotmesser zur tödlichen Waffe werden kann.

Soweit, so gut. Warum habe ich mich nun für diese Einleitung entschieden? Nun, vor kurzer Zeit wurden handfeste Resolutionen gegen den Iran beschlossen – wegen dessen Atomprogramm. Gerade durch den Druck der USA im Sicherheitsrat. Die USA. Die Weltmacht. Die Polizei. Die Atommacht, welche im Atomwaffensperrvertrag ist und sich zur Abrüstung verpflichtet hat. Dennoch haben die Jungs noch über 10.000 Atomwaffen. Und von der Abrüstung merkt man nicht wirklich viel.
Doch es ist noch jemand anderes im Atomwaffensperrvertrag. Genau. Der Iran. Und was besagt der Atomwaffensperrvertrag? Richtig. Man darf keine neuen Atombomben bauen. Und was sagt er noch? Interessanterweise wird das dieser Tage voll und ganz außer Acht gelassen. Der Vertrag besagt nämlich auch, dass man Staaten, welche die friedliche Nutzung von Atomenergie betreiben wollen, unterstützen muss und soll. Er dient nämlich interessanterweise dazu, die Atomenergie zu verbreiten.

Und nun werfen wir einen Blick auf den Iran: Bisher wurde nicht offiziell gesagt, dass man eine Atombombe bauen wolle, sondern die Atomenergie für die Versorgung des Landes brauche und so weiter. Friedliche Nutzung also. Natürlich werfen die USA dem Iran vor, die Atombombe besitzen zu wollen. Und nur deshalb darf er kein Uran anreichern. Selbst das Angebot Russlands, das Material in Russland selbst anzureichern und im Iran dann zu verwenden, wurde abgelehnt (Russland ist wirtschaftlich abhängig vom Iran – kleine Anmerkung). Die bösen Iraner wollen damit ja nur die Atombombe bauen.

Tatsache ist: Der Anreicherungsgrad von friedlich nutzbarem Uran ist aberwitzig gering und einfach zu erreichen im Vergleich zu Waffenfähigem Uran.

Ich will nicht sagen, dass ich glaube, dass der Iran keine Atombombe bauen möchte. Wahrscheinlich ist das sogar das Ziel für die ferne Zukunft. Davon gehe auch ich aus. Was ich sagen will: Wie kann es sein, dass Länder über ein anderes Land Urteile fällen, die absolut rechtswidrig sind? Länder, welche sich selbst nicht an diese Gesetze halten.

Und so komme ich zum Fazit: Ja, einem Psychopathen sollte man kein Messer in die Hand drücken. Doch manchmal muss auch der sich ein Brot schmieren. Rein rechtlich müsste dem Iran die friedliche Nutzung der Atomenergie gestattet werden. Er könnte es natürlich auch machen wie Nordkorea und aus dem Vertrag austreten – und schon wäre das eine Problem gelöst, doch man würde sofort der Achse des Bösen angehören.
Hail to the King.

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