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Von Wolken & Rechenzentren

März 25, 2009 1 Kommentar

Zur Zeit ist die Games Developer Conference in vollem Gange. Dort werden neue Spiele vorgestellt. Aber nicht nur Spiele finden dort eine Basis, auch neue Ideen und Ansätze werden diskutiert. So auch das berühmte Cloud-Computing. Wer das nicht kennt, dem mag ich es wohl kurz erklären: Im Prinzip läuft es darauf hinaus, dass man im eigenen Heim keinen Computer in diesem Sinne mehr stehen hat. Dafür haben dann Firmen wie z.B. Google (Google ist eines der führenden Unternehmen, welche das Cloud-Computing vorantreiben) riesige Rechenzentren auf der ganzen Welt verteilt stationiert, wo mehrere Millionen Server lagern. Durch schnelle Internetanbindungen plant man, sämtliche Daten auf den heimischen „Computer“ (Was davon dann noch übrig ist) zu streamen.

Um es verständlich zu machen: Wir haben keinen PC mehr zu Hause. Wir haben ihn irgendwo und überall auf der ganzen Welt stehen und zahlen dafür dann monatliche Gebühren, um das Ganze zu finanzieren. Wir können quasi von jedem Ort der Welt auf unsere persönlichen Daten oder was auch immer wir auf „unserer“ Festplatte speichern, zugreifen. Das zumindest ist die Grundidee. Mit den richtigen Leitungen, welche wir zur Zeit noch nicht haben, ist diese Theorie durchaus umsetzbar. Und viele schreien schon jetzt, dass dies die Zukunft sei. Doch viele Andere sagen den größten Flop der Computer-Technik aller Zeiten voraus. Ich ebenso. Der Grund: Datenschutz. Entschuldigt bitte, ich will meine Daten nicht in einem Rechenzentrum von Google lagern. Da können mir die Jungs noch so oft versichern, dass sie mit den hoch sensiblen Sachen ganz, ganz vorsichtig umgehen – ich glaube ihnen nicht. Für mich ist Cloud-Computing ein Schritt in Richtung Überwachungsstaat. Und zwar ein ganz großer, denn rein theoretisch könnte dann der Rechenzentrumbetreiber die Daten ohne Weiteres weiterverkaufen. An Firmen. Oder an Geheimdienste. Oder Regierungen. Oder an Aliens.

Nun kommen doch tatsächlich Leute auf die Idee, das Cloud-Computing für Spiele einsetzen zu wollen. Natürlich hat das Ganze seine Vorteile. So wäre man nicht mehr auf Konsolen oder den eigenen Rechner bzw. dessen Leistungsstärke angewiesen, da in den Rechenzentren mit die stärksten Rechner überhaupt laufen würden. Und man könnte quasi On-the-flow über das Internet zocken. In den höchsten Detailstufen. Ein Traum? Noch ja, doch machbar ist auch dies mit Sicherheit. Dennoch hoffe ich, dass es nie soweit kommt. Dass die Menschen so vernünftig sind, sich dem zu verweigern, auf dass die Industrie meinetwegen Milliarden an Euros vernichtet. Würde das Cloud-Computing im Spielebereich akzeptiert werden, so wäre der Schritt die eigenen Daten auf den Servern zu speichern, nicht mehr weit. Und dann gehören uns unsere Daten schon bald nicht mehr allein, sondern potenziellen Käufern ebenfalls.

Nutzer der Computer dieser Welt, ich hoffe auf euch. Auch wenn meine Hoffnung nicht besonders groß ist, wenn ich aktuelle Kommentare zum Thema lese. Dort sieht man von Privatnutzern oft hemmungslose Jubelschreie, wie toll dies doch alles sei. Und schon wundert es mich nicht, dass der Mensch stets dazu neigt, eine Diktatur zu bevorzugen. Ich hoffe einfach weiter. Hoffe, dass die Projekte so viel Geld kosten und am Ende gnadenlos in den Sand gesetzt werden, dass nimmer mehr ein Konzern auf die Idee kommt, all dies für den Privatbereich etablieren zu wollen. Für Firmen mag das Cloud-Computing nämlich dennoch Vorteile bringen. Aber der Privatbereich? Wie gesagt: Ich hoffe.

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Mit Google um die Welt (in einer geraden Linie)


Ich weiß ja nicht, ob sich noch jemand daran erinnern kann. Vor einer ganzen Weile (naja, einer sehr langen Weile) gab es mal eine interessante Modifikation von Google Maps, mit der man herausfinden konnte, wo man rauskommen würde, wenn man vom eigenen Standpunkt aus durch die Erde gehen würde. So rein Hypothetisch. Das war schon ganz interessant.

Nun allerdings bin ich auf etwas Neues gestoßen. Vom gleichen Macher. Dieses Mal ist es möglich, seinen eigenen Standpunkt zu definieren um dann zu sehen, was passieren würde, ginge man in einer geraden Linie um die Welt. Schaut es euch an!
Es ist ganz einfach: Ranzoomen, Startpunkt durch Klicken wählen (dann erscheint ein grünes Fähnchen), beim Kompass noch die gewünschte Richtung angeben (alternativ gehen auch genaue Gradzahlen) und dann noch die Qualität der Route – fertig. Hinzu kommt, dass man interessante Orte abfragen und alle möglichen Orte einblenden kann. Würde ich geradewegs nach Westen gehen, so würde ich irgendwann durch Bonn kommen, über Puerto Rico hinweg an Panama vorbeilaufen. Nur um irgendwo in New Norfolk anzukommen und weiter durch den Outback von Australien zu wandern. Irgendwann käme ich sogar an Krakow vorbei.

Sinnlos? Ja. Macht aber Spaß und ist interessant.

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