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Archive for the ‘Games’ Category

Danke Kotaku!

Fans sind manchmal schon ein wenig seltsam. Wenn sie sich beschweren, dann wird es aber irgendwann wahrlich… absurd. Zumindest kann es absurde Züge annehmen. Zu dem Thema ein interessanter Beitrag auf Kotaku. Mit einem wundervollen Zitat, welches nahezu auf die meisten Rage-Modi der Fans zutreffen kann bzw. umgemünzt werden kann:

To the petitioners, if you’re reading this: one day you’re going to grow up realize that the mere existence of a video game is not the worst thing that is ever going to happen to you. That having an option is not the same thing as having a right taken away. That entertainment in and of itself is not a right, and that creators are not obligated to succumb to your every childish whim. You’ll have to learn to live with disappointment, and to adapt to change. And then and only then will you understand why your petition has only been signed by 11 people thus far.

Danke Kotaku!

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Gefährlicher Kickstarter-Hype

Kickstarter. Tolles Ding. Kurz erklärt: Auf Kickstarter kann man Projekte einstellen mit einem Geld-Ziel. Einfach gesagt: Man fragt die Leute nach Geld. Und sie können Spenden (und bekommt idr. dafür irgendwas. Das fertige Projekte. Frühen Zugang dazu. Vielleicht eine Widmung etc. zusätzlich. Sowas eben.). Man sagt den Leuten was man machen möchte und wieviel Geld man dazu benötigt. Und mit etwas Glück wird das Ganze dann finanziert. Der Hintergrund ist einfach: Vielleicht hat man keine Investoren finden können. Oder keinen Publisher. Oder man will einfach diesen völlig unabhängigen Weg gehen. Und nimmt man mehr Geld ein, als gedacht, so kann das Projekt noch toller werden.

Eigentlich eine ziemlich geniale Sache. Double Fine haben so für ihr Adventure mehr als drei Millionen Dollar eingesammelt. Und Wasteland 2 wurde mit fast drei Millionen erfolgreich finanziert. Aktuell übertrifft auch Castle Story alle Erwartungen. Nach 80.000 wurde gefragt. Aktuell liegt das Teil bald bei 350.000 Dollar. Es ist somit ebenfalls finanziert. Wobei. Ist das eigentlich korrekt? Dazu gleich mehr.

Feststehen tut: Kickstarter ist ein massiver Hype. Die Spielepresse bejubelt es. Von Denkzetteln für Publisher ist da die Rede. Von wahrer Kreativität. Und überhaupt. Ist das eigentlich korrekt? Und jetzt wird es spannend! In der Spieleindustrie ist es – und da muss man mal ehrlich sein – doch so, dass nahezu kein Termin wirklich gehalten werden kann. Und Budgets werden – auch da muss man ehrlich sein – oft überspannt. Ein Publisher kann solche Kosten, wenn alles gut geht, kompensieren und ist vielleicht bereit, das Mehrgeld zu investieren.

Was aber passiert eigentlich, wenn die ersten Kickstarter-Projekte, die angeblich finanziert sind, scheitern? Ein Monat mehr Entwicklungszeit kann nämlich ganz schnell das Aus bedeuten. Warum? Weil ein Monat Lohn-, Miete- und Entwicklungskosten beinhaltet. Was passiert eigentlich, wenn auf einmal die Kickstarter-Projekte ankommen und bei den „Kunden“ um weitere Gelder betteln? Und genau das wird aber früher oder später passieren. Auch mit Projekten, die jetzt schon bereits als finanziert gelten. Das halte ich für äußerst wahrscheinlich. Nein, ich weiß es sogar. Ich kenne einige der Projekte dort. Habe sie selbst gesehen. Und ich sage ganz klar: Das wird nix. Nicht mit dem Budget. Nie. Und. Nimmer. Punkt. Im Prinzip ist es Geldabzocke, wenn man so will. Weil es einkalkuliert wird, dass es nichts wird.

Aber was passiert dann? Werden die Kunden bereit sein, noch einmal Geld reinzupacken? Das mit dem Zurückbekommen des Geldes ist nämlich so eine Sache. In den AGBs von Kickstarter heißt es, dass ein Projektteam das Geld anfangen muss, zurück zu erstatten, sobald es erkennt, dass das Projekt zum Scheitern verurteilt ist. Wenn das läuft wie üblich in der Branche ist am Ende kaum Geld zum zurückzahlen da. Das kann ein Spaß werden. Ich bin ja gespannt, ob dann dieser Hype-Wahn vorbei ist…

P.S.: Was ist eigentlich, wenn die Leute dann ein Spiel bekommen, was sie sich so gar nicht vorgestellt haben? Auch das stelle ich mir lustig vor…

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Warum Indie nicht immer ein Erfolg ist

Endlich mal wieder was schreiben. Vielleicht so ein wenig. Eigentlich habe ich ja mittlerweile Themen, über die ich das ein oder andere Wort verlieren könnte. Ich habe ja recht zügig Arbeit gefunden. Wobei. Das ist vielleicht ein Thema für einen anderen Beitrag. Na gut. Eine grundlegende Information ist natürlich notwendig: Bei einem Publisher bin ich untergekommen. Auf die dunkle Seite der Macht gewechselt. Vom Kritiker, zum Producer, auf die böse Seite, wie man das so gerne sagt. Zumindest in dieser Branche. Denn nach wie vor gilt: Die Publisher sind die Bösen. Ist ja auch klar. Geldgierig, ohne Passion am Werk. Ohne Herzblut, nur die Zahlen vor Augen. Independent-Entwicklungen sind ja so viel besser. Und überhaupt: Die Publisher sind böse.

Aber seien wir mal ehrlich: Ist das wirklich so? Ich denke nicht. Ich habe sogar eher die gegenteiligen Erfahrungen gemacht. Und ganz im Ernst: Ich bin ein großer Fan von Indie-Spielen. Und damit meine ich nicht nur das Mega-Beispiel Minecraft, was ja eigentlich gar nicht mal mehr so sehr den Indie-Charme inne hat. Dafür ist es ja schon fast zu groß. Nein. IndieDB, diverse Engine-Foren und Indie Games Mag gehören zu meinen täglichen Lektüren. Natürlich auch, weil ich hier nach interessanten Projekten Ausschau halte.

Aber egal. Die gegenteilige Erfahrung: Warum kann Indie eigentlich so richtig übel scheitern? Warum macht es auch für Indie-Studios Sinn, auf die Erfahrungen eines Publishers zurückzugreifen. Die Antwort ist einfach: Weil hier die Kontakte oftmals besser sind. Die Kontakte zu anderen Firmen. Nur weil etwas im Indie-Bereich extrem cool ist, muss es nicht gleich ein Erfolg sein. Da macht es manches Mal wahrlich Sinn, gleich vorab zu sagen, dass man ein geringeres Risiko eingeht und Teile des Gewinns an den Publisher abtritt, dafür aber Nummer sicher fährt.

Moment. Welches Risiko? Nun. Seien wir realistisch: Steam ist und bleibt der größte digitale Absatzmarkt in der Branche. Punkt. Da gibt es kein Wenn, kein Aber. Und Steam kassiert so langsam aber sicher auch die Retail-Zahlen ein. Fakt ist auch: Für Indie-Titel ist, sofern es sich nicht gerade um Minecraft handelt, Steam der wichtigste Markt. Und genau hier liegt der Hund begraben. Viele Indie-Studios wissen meist gar nicht, auf was sie sich hier einlassen. Denn Steam veröffentlicht nicht jedes Spiel. Die Erfahrung mussten gerade auch die Jungs von Unepic machen. Das Spiel sieht richtig gut aus, macht einen tollen Eindruck und räumt Vorschusslob ohne Ende ab. Und Steam? Tja. Steam verweigert die Veröffentlichung. Es passt nicht zu Steam, so die Begründung. Risiko angenommen, am Risiko gescheitert.

Hier wäre der Weg über einen Publisher wahrlich sinnig gewesen. Denn es ist tatsächlich so, dass man bei Steam ordentlich präsentieren muss, sonst kann man den Weg knicken. Vielleicht lernen andere Indie-Studios ja daraus…

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Doppelmoral

September 26, 2010 2 Kommentare

Mit diesem Video möchte ich den heutigen Eintrag, der wie ich weiß nach sehr langer Abwesenheit erscheint, beginnen. Es zeigt einen Ausschnitt aus der Sendung frauTV. Dort wurde neulich über „Gewalt gegen Frauen in Videospielen“ berichtet. Dummerweise von Regine Pfeiffer, welche den Spielen so oder so nicht geneigt ist und welche einmal mehr zeigt, wie schön doch die Doppelmoral und mangelnder Kontext zur Hetze dienen können.

1. Gleich zu Beginn wird das Spiel „Der Pate“ erwähnt. Dort sei es möglich, eine Frau zu strangulieren. Gut. Ich hab den Titel tatsächlich nicht gespielt. Hatte eben kein Testmuster zur Hand und war auch sonst nur minder begeistert von dem, was ich sah. Interessanterweise wird die „Der Pate“-Serie als beliebt bezeichnet. Dumm nur, dass die Reihe nach dem zweiten Anlauf eingestampft wurde, da die Verkaufszahlen ein schlechter Witz wahren. Und zur strangulierten Frau: Verzeihung, aber wie es der Name vermuten lässt, handelt es sich um Spiel rund um die Mafia. Und wer sich dem Paten in den Weg stellt… ihr wisst schon. Exempel und so.

2. Das nächste Spiel was gezeigt wird ist „Red Dead Redemption“ aus dem Hause Rockstar. Ein Westernshooter. Ebenfalls ein Titel, welcher genau wie „Der Pate“, eine offene Welt bietet und dem Spieler damit die Freiheit gewährt, zu tun und zu lassen, was immer er möchte. Gezeigt wird eine Szene, wo der Spieler eine Frau entführt und sie auf die Gleise legt. Dann nur noch warten bis der Zug kommt und vorbei ist es für die schöne Maid. Mit Männern geht das zwar auch, jedoch wird hier kritisiert, dass man für die Frau auch noch eine Trophäe erhält. Die Trophäe hört übrigens auf den Namen „Heimtückisch“. Das klingt jetzt negativ, ist aber nur ein Name. Doch warum gibt es „Punkte“ dafür? Ganz einfach: Weil die hilflose Frau auf den Schienen ein uralter Running-Gag der Medienindustrie ist. Egal ob in Büchern oder in Filmen zum Western-Thema: Die Szene wird immer wieder aufgegriffen und die Jungs von Rockstar sind für ihren pechschwarzen Humor bekannt.

3. Wieder einmal eine Szene aus „Red Dead Redemption“, dicht gefolgt von einer Szene aus „Grand Theft Auto: San Andreas“. In beiden Szenen sieht man, wie der Spieler eine Frau mit einem Messer angreift und tötet – Frau Pfeiffer verurteilt das. Sie vergisst aber einmal mehr zu erwähnen, dass beide Spiele über eine offene Welt verfügen, dem Spieler also einmal mehr zubilligen, alles zu tun, was immer er möchte. Zudem vergisst sie leider völlig, dass solche Szenen in keiner Weise der Handlung dienen. Ach. Und sie vergisst natürlich auch zu erwähnen, dass man auch Männer erstechen, erschießen und auf sonstige Art und Weise beseitigen kann. Wenn man dies denn möchte.

4. Eine Szene aus „Heavy Rain“. Ein Spiel, welches in der deutschen Presse mit Stimmen wie „Ein genialer interaktiver Thriller“ (Userrankings), „Ein wahrer Genuss“ (GamingXP), „Erwachsene Videospiel-Kunstform“ (Gamezone) oder „Ein wahrlich beeindruckendes Videospiel“ (GBase) aufgenommen wurde. Zu Recht: Die Geschichte ist in der Tat herausragend. Hier haben die Entwickler einen Thriller sondergleichen geschaffen. Gezeigt wird eine Szene, in der die Protagonisten (Ja, die Frau, die man spielt, steuert und mit der man sich identifiziert) vom Origami-Killer (Das ist der Bösewicht, den es zu stellen gilt) geschnappt wurde. Gezeigt wird, wie sie gerade von ihm gefoltert werden soll – was man aktiv übrigens, wie die Sendung wenigstens korrekt erzählt, nicht zu sehen bekommt. Wo ist jetzt das Problem? Man tut doch keiner Frau weh, man versucht es ja sogar zu verhindern. Die Szene ergibt für mich keinen richtigen Sinn. Gut, der Frau wird wehgetan. Aber… hm. Wie war das noch mal? Es gibt doch auch Bücher, Filme, Rollenspiele und sonstige Dinge, bei denen der Interagierende oder der Zuschauer oder der Leser mit einer Figur mitfiebern, welche Grausames erleben muss – oder irre ich da? Also ich verstehe wirklich nicht, wieso die Sendung diese Szene so hervorhebt.

5. Jetzt kommt Frau Pfeiffer zu Wort. Und schon wird klar, worauf der Beitrag hinausläuft (Nein. Das war eigentlich schon früher klar). Sie stellt die Szenen zusammen. Sie klärt auf. Autsch. Aus dem Kontext gerissen kann ich mit jeder Szene, jeder Textpassage oder jedem Video ALLES auf der Welt erklären. Ich könnte zum Beispiel zu einem Massenmord von 10.000 Leuten durch einen Eselsknochen aufrufen. Allein mit der Bibel! Tue es aber nicht. Die gezeigte Szene stammt übrigens aus „Grand Theft Auto IV“. Direkt nach einem Bankraub. Und die Passanten, die da vom Spielenden über den Haufen geschossen werden, sind einmal mehr willkürlich gewählt und ergeben keinerlei Sinn. Eigentlich sollte er versuchen, der Polizei zu entkommen. Wegen dem Bankraub. Aber hier schießt er planlos um sich, was im Übrigen auf kurz oder lang in dieser Mission das Scheitern eben Dieser zur Folge haben dürfte.

6. Dann macht Frau Pfeiffer ein Unding: Sie gibt offen zu, dass man Frauen töten KANN, jedoch nicht muss, verurteilt aber zugleich die bloße Existenz einer solchen Möglichkeit. Ich hätte das Wort schon bei den Szenen aus Punkt drei verwenden können, tue es aber erst jetzt: Doppelmoral. Wenn ich Männer töten KANN, dann muss ich, der Logik halber, auch dazu in der Lage sein, Frauen zu töten. Ob das nun richtig oder falsch ist. Das ist dann nämlich wahre Emanzipation.

7. Wieder „Heavy Rain“. Sie gibt zu, mit der Figur gefühlt zu haben und findet es deswegen besonders grausam. Ja? Wirklich? Gut! Genau das war die Intention der Entwickler. Mit der Figur zu fühlen. Mission erfolgreich würde ich mal sagen. Aber Frau Pfeiffer versteht das mal wieder nicht. Noch nie etwas von Immersion gehört? Es geht ja gerade darum, eine packende Welt zu erschaffen, fernab des stumpfen Geballers von grauer Vorzeit. Eine glaubhafte Geschichte zu erzählen. Gefühle zu erzeugen.

8. Die Browserspiele. Die könnten in Wahrheit kaum simpler sein. Ja, man kann Frauen auf den Strich schicken. Und? Der Frauenanteil bei Browserspielen ist enorm hoch. Und gerade bei Spielen wie „The Pimps“ ist er sogar noch einmal höher. Ich bin gerade zu Faul die Daten für den Beleg herauszusuchen. Wie ist das zu erklären? Also die Zahlen, nicht meine Faulheit (Ich will den Text ja irgendwann auch mal beenden dürfen). Hinzu kommt: Wer nicht will, der darf bei Bigpoint auch Raumschiffe durch das All schicken oder Farmen hochzüchten und Tiere in Käfigen einsperren! Das wäre mal ein Thema!

9. Die USK. Ich mag den Laden. Und endlich mal eine Frau, die gute Worte findet: „Gewalt ist ein Risikofaktur unter Mehreren“. Das trifft es recht gut. Wobei hier noch nicht von realer und virtueller Gewalt unterschieden ist. Die Szene ist übrigens, so glaube ich, aus „SAW – The Game“, bin mir aber nicht sicher, da ich es nicht gespielt habe. Falls ich mich irren sollte, bitte ich um Aufklärung. Falls ich richtig liege: Es geht darum, dass man gefangen ist und… ach wisst ihr was? Seht euch die Filme an. Die sind zwar auch nichts für schwache Nerven, aber aufregen tut sich darüber auch kein Mensch. Schließlich gilt es stets, den Bösen zu finden. Und den Fallen und Qualen zu entkommen.

10. Jetzt geht die Post ab. Frau Pfeiffer unterstellt der Industrie, gerade in den Staaten, mit der Altershöchstgrenze eine Möglichkeit gefunden zu haben, die Gewaltgrenze auszuloten. Heißt: Wenn ein Spiel so oder so ab 18 Jahren freigegeben ist, kann man auch ruhig noch mehr Blut und Gedärme reinpacken. Und noch mehr Gewalt gegen Frauen. Erst einmal ist diese Annahme grundsätzlich falsch, weil so tatsächlich bisher nur in „Manhunt 2“ (Welches sogar in den USA verboten wurde…) praktiziert wurde (Blut und Gerdärme, nicht die Gewalt gegen Frauen wohlgemerkt) und zum Zweiten sind diese Spiele, welche viel Gewalt enthalten, so oder so für ein erwachsenes Publikum gedacht. Das ist ja der Sinn von Altersfreigaben. Dass eben nicht jedes Kind die Grauen dieser Welt sehen soll.

11. Autsch. „Es ist eine Schande, dass den Eltern diese schwere Aufgabe [Die Kontrolle von dem, was die Kinder spielen) aufgebürdet wird.“ Aber Frau Pfeiffer: Genau so etwas ist die Pflicht der Eltern. Nicht der Industrie. Die Produziert für ihre Kunden – und das sind im besten Falle bei Gewaltspielen die Eltern. Die haben aber ihre gesetzliche Pflicht, auf ihre Kinder zu achten. Sie achten ja nach Möglichkeit auch darauf, dass die Kleinen keine Splatter-Filme haben, keinen harten Alkohol kaufen und auch darauf, dass keine 18er-Spiele gespielt werden. Zumindest sollten sie das. Wie gesagt: Gesetz und so.

12. „Und falls Sie nicht wissen, was in den Zimmern ihrer Kinder gespielt wird, alle Infos finden Sie bei uns im Netz […]“. Aha. Habt ihr also doch Kameras in allen Kinderzimmern in Deutschland aufgestellt. Dachte ich es mir doch.

Uff. Das war’s. Ich bin kein Fan von der Verteidigung der Industrie. Ich liebe offene Kritik. Ich liebe begründete Kritik. Ich hasse aber Doppelmoral. Ich hasse die Verdrehung von Tatsachen und ich hasse das Herausreißen aus dem Kontext. Alles Dinge, die der Bericht herzergreifend getan hat und sich allein schon deshalb von jeder Debatte selbst ausschließt. Nur müssen das die Zuschauer erst einmal vermittelt bekommen.

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Die Frage der Moral

Auf der Gamescom habe ich mal wieder einen Blick auf Postal 3 werfen können. Eben jenes Spiel, welches niemals nach Deutschland kommen wird. Die Gründe sind klar. Katzen lassen sich als Schalldämpfer verwenden, Hunde bringen, ganz wie beim Stökchen holen, abgetrente Gliedmaßen herbei und im Pornoladen im Spiel stehen Schafe als Gummipuppen herum. Leute lassen sich anzünden und auspinkeln, ein Dachs frisst Menschen und zahlreiche andere brutale, blutige und teilweise auch ziemlich perverse Dinge lassen sich veranstalten.

Die meisten der Ideen stammen übrigens aus der Feder eines Familienvaters, welcher vier Katzen sein Eigen nennt und diese drei Mal am Tag zärtlich krault. Verrückt? Nein. Mit sowas lässt sich halt Geld verdienen. Auf die Frage hin, wie die Entwickler denn eigentlich über Gewalt denken, da bekam ich aber eine äußerst interessante Antwort, die mich auch ein wenig beschäftigt.

„Wo ist unser Spiel bitte gewalttätig?“ kam die Gegenfrage. Man sehe das Spiel als Parodie, als Satire – wenn auch eine bitterböse. Das Spiel nehme sich selbst doch in keiner Weise ernst. Ich sollte einen Blick auf die ganzen Kriegsshooter werfen. Dort würden die Leute zwar nicht immer auseinandergerissen oder aufgegessen, doch würden auch dort virtuelle Menschen ihr Leben geben. Und das sogar noch in einem bitter ernsten Szenario, wobei sich die Spiele selbst auch noch ernst nehmen.

Eine interessante Antwort, die zum Nachdenken anregt.

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Vorbereitungen

August 16, 2010 2 Kommentare

Nun steht sie schon wieder vor der Tür, die ewig wiederkehrende Messe. Die Vorbereitungen laufen auf Hochturen. Der Terminplan platzt schon wieder aus allen Nähten und irgendwie habe ich das Gefühl, dass wieder ordentlich viel Chaos entstehen wird. Aber gut, damit muss man eben klarkommen. Einige interessante Termine konnte ich ergattern. Ich bin gespannt und harre der Dinge die da kommen mögen.

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Mortal Kombat kehrt zurück

Ach du meine Güte. Mortal Kombat. Da gab es vor etlich langer Zeit mal einen Film über Kämpfer, die um das Schicksal der Erde kämpfen. Basieren tat das Ganze auf den Mortal Kombat-Spielen, welche in Deutschland damals keinen guten Ruf genossen. Unter Spielern zwar schon, doch unter Jugendschützern ganz bestimmt nicht. Indizierungen, Beschlagnahmungen – das übliche Programm. Von der Blutgeilheit mal abgesehen: Die Reihe hatte einfach die genialsten Charaktere im Prügelspielsektor. Scorpion mit seiner Seilklinge, Raven mit seinen Blitzen – herrlich.

Und dann? Dann kam der Abstieg, der zuletzt mit Mortal Kombat vs. DC Universe (Da kämpften die wirklich gegen DC-Comic-Helden wie Superman) seinen Tiefpunkt fand. Und nun? Nun wurde auf der E3 ein neuer Ableger angekündigt. Und ich frage mich gerade, in welchem Land dieses Spiel bitte erscheinen soll. Ich bin ja vieles gewohnt. Und ich habe vieles gesehen. Aber das? Das… da fehlen mir mehr oder minder die Worte. Brutal? Ja. Abartig? Auf jeden Fall. Da wird schon die Grenze des guten Geschmacks weit überschritten. Versteht mich nicht falsch. Mortal Kombat zeichnete sich seit jeher durch seine Erwachsene Stimmung, seine Gewalt, den puren Kampf ums Überleben aus. Aber… meine Güte. Seht selbst.

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