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Eine theoretische Überlegung zur EZB

September 10, 2012 1 Kommentar

Okay. Ich verstehe ja, wie es zur heutigen Wirtschaftslage kommen konnte. Das leuchtet mir alles ein. Ich weiß, Systeme entwickeln sich, alles ist kompliziert und am Ende blickt sowieso kein Mensch mehr so richtig durch. Fakt ist: Es ist nun mal wie es ist. Aber die Sache mit der EZB macht mir gerade ein wenig Sorgen. Die darf nun Staatsanleihen in unbegrenzter Höhe aufkaufen.

Man möge mich korrigieren falls ich falsch liege, mit dem was nun folgt. Aber für mich gibt es da drei Möglichkeiten (Genaugenommen zwei, wobei aus einer der Möglichkeiten eine Alternative hervorgeht), die sich gerade abzeichnen. Möglichkeit 1. ist die, dass ich völlig falsch liege und irgendwie alles weitergeht wie bisher.

Möglichkeit 2.: Die EZB kauft die Armut in Europa auf. Staaten können ja nun theoretisch unendlich viel Geld in wer weiß was pumpen. Zum Beispiel auch in die Menschen. Also in die Jobs. Gehälter etc., Steuern senken. Weiß der Geier. Und die EZB finanziert das Ganze. Es gibt also, zumindest auf dem Papier keine Armut mehr.

Nun ist es doch aber so, dass die Welt nicht nur aus Europa besteht. Und die Wirtschaft, wie sie halt ist, ist kompliziert. Ein Konstrukt. Was ist also nun, wenn andere Gebiete (Asien, Nord- und Südamerika und Afrika (!)) auf die Idee kommen: Hey, was die EZB kann, das können wir auch. Alle dortigen Institute (Gibt es die für Afrika?) pumpen unendlich viel Geld in die Wirtschaft. Und am Ende sind alle Schulden getilgt und alle Menschen reich.

Klingt ja schön und gut. Aber was ist mit Möglichkeit 3.? Nämlich, dass plötzlich jemand auf die Idee kommt, dass wenn alle reich und wohlhabend sind, dass Geld keinen Wert mehr hat?

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