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Warum Indie nicht immer ein Erfolg ist

Endlich mal wieder was schreiben. Vielleicht so ein wenig. Eigentlich habe ich ja mittlerweile Themen, über die ich das ein oder andere Wort verlieren könnte. Ich habe ja recht zügig Arbeit gefunden. Wobei. Das ist vielleicht ein Thema für einen anderen Beitrag. Na gut. Eine grundlegende Information ist natürlich notwendig: Bei einem Publisher bin ich untergekommen. Auf die dunkle Seite der Macht gewechselt. Vom Kritiker, zum Producer, auf die böse Seite, wie man das so gerne sagt. Zumindest in dieser Branche. Denn nach wie vor gilt: Die Publisher sind die Bösen. Ist ja auch klar. Geldgierig, ohne Passion am Werk. Ohne Herzblut, nur die Zahlen vor Augen. Independent-Entwicklungen sind ja so viel besser. Und überhaupt: Die Publisher sind böse.

Aber seien wir mal ehrlich: Ist das wirklich so? Ich denke nicht. Ich habe sogar eher die gegenteiligen Erfahrungen gemacht. Und ganz im Ernst: Ich bin ein großer Fan von Indie-Spielen. Und damit meine ich nicht nur das Mega-Beispiel Minecraft, was ja eigentlich gar nicht mal mehr so sehr den Indie-Charme inne hat. Dafür ist es ja schon fast zu groß. Nein. IndieDB, diverse Engine-Foren und Indie Games Mag gehören zu meinen täglichen Lektüren. Natürlich auch, weil ich hier nach interessanten Projekten Ausschau halte.

Aber egal. Die gegenteilige Erfahrung: Warum kann Indie eigentlich so richtig übel scheitern? Warum macht es auch für Indie-Studios Sinn, auf die Erfahrungen eines Publishers zurückzugreifen. Die Antwort ist einfach: Weil hier die Kontakte oftmals besser sind. Die Kontakte zu anderen Firmen. Nur weil etwas im Indie-Bereich extrem cool ist, muss es nicht gleich ein Erfolg sein. Da macht es manches Mal wahrlich Sinn, gleich vorab zu sagen, dass man ein geringeres Risiko eingeht und Teile des Gewinns an den Publisher abtritt, dafür aber Nummer sicher fährt.

Moment. Welches Risiko? Nun. Seien wir realistisch: Steam ist und bleibt der größte digitale Absatzmarkt in der Branche. Punkt. Da gibt es kein Wenn, kein Aber. Und Steam kassiert so langsam aber sicher auch die Retail-Zahlen ein. Fakt ist auch: Für Indie-Titel ist, sofern es sich nicht gerade um Minecraft handelt, Steam der wichtigste Markt. Und genau hier liegt der Hund begraben. Viele Indie-Studios wissen meist gar nicht, auf was sie sich hier einlassen. Denn Steam veröffentlicht nicht jedes Spiel. Die Erfahrung mussten gerade auch die Jungs von Unepic machen. Das Spiel sieht richtig gut aus, macht einen tollen Eindruck und räumt Vorschusslob ohne Ende ab. Und Steam? Tja. Steam verweigert die Veröffentlichung. Es passt nicht zu Steam, so die Begründung. Risiko angenommen, am Risiko gescheitert.

Hier wäre der Weg über einen Publisher wahrlich sinnig gewesen. Denn es ist tatsächlich so, dass man bei Steam ordentlich präsentieren muss, sonst kann man den Weg knicken. Vielleicht lernen andere Indie-Studios ja daraus…

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