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Die Frage der Moral

Auf der Gamescom habe ich mal wieder einen Blick auf Postal 3 werfen können. Eben jenes Spiel, welches niemals nach Deutschland kommen wird. Die Gründe sind klar. Katzen lassen sich als Schalldämpfer verwenden, Hunde bringen, ganz wie beim Stökchen holen, abgetrente Gliedmaßen herbei und im Pornoladen im Spiel stehen Schafe als Gummipuppen herum. Leute lassen sich anzünden und auspinkeln, ein Dachs frisst Menschen und zahlreiche andere brutale, blutige und teilweise auch ziemlich perverse Dinge lassen sich veranstalten.

Die meisten der Ideen stammen übrigens aus der Feder eines Familienvaters, welcher vier Katzen sein Eigen nennt und diese drei Mal am Tag zärtlich krault. Verrückt? Nein. Mit sowas lässt sich halt Geld verdienen. Auf die Frage hin, wie die Entwickler denn eigentlich über Gewalt denken, da bekam ich aber eine äußerst interessante Antwort, die mich auch ein wenig beschäftigt.

„Wo ist unser Spiel bitte gewalttätig?“ kam die Gegenfrage. Man sehe das Spiel als Parodie, als Satire – wenn auch eine bitterböse. Das Spiel nehme sich selbst doch in keiner Weise ernst. Ich sollte einen Blick auf die ganzen Kriegsshooter werfen. Dort würden die Leute zwar nicht immer auseinandergerissen oder aufgegessen, doch würden auch dort virtuelle Menschen ihr Leben geben. Und das sogar noch in einem bitter ernsten Szenario, wobei sich die Spiele selbst auch noch ernst nehmen.

Eine interessante Antwort, die zum Nachdenken anregt.

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