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Scoop & Camp – kein Camping!

Es begab sich aber zu der Zeit, dass der 17.09.2009 gekommen war. In Hamburg, genauer gesagt im Auswanderermuseum. Da fand das erste Scoopcamp statt, eine Veranstaltung, die von der dpa und Hamburg@Work organisiert wurde. Eine Veranstaltung, die dazu dienen sollte, mehr über die neuen Medien und natürlich auch über deren Nutzung zu erfahren und zu lernen. Klingt komisch? Ist es aber nicht. Der Hintergedanke ist ein durchaus lobenswerter. Man nehme nur Twitter. Ein Kurznachrichtendienst, wenn man ihn geschickt einsetzt. Oder aber einfach nur ein Ort, an dem man vermelden kann, dass man gerade eben auf dem Klo war. Aber wie kann man dieses Medium (alternativ neben Twitter auch gerne Facebook, StudiVZ, Myspace, SchlagMichTot) geschickt einsetzen, um mehr Menschen auf die eigenen Angebote hinzuweisen. Und kann man sie dann auch an die eigene Seite bzw. die eigenen Inhalte binden?

Fragen über Frage. Gab es Antworten? Gleich vorweg die Antwort: Jein. So ganz schien das Konzept noch nicht aufzugehen. Verschiedene Referenten referierten über verschiedene Themen. Adrian Holovaty erzählte ein wenig über EveryBlock.com und die tollen Möglichkeiten von Hyperlokalität (Sprich: Man bekommt über das Internet Nachrichten zu den Dingen, die im eigenen Wohnblock so passieren. Am Ende klingt mir das Ganze dann aber auch nur nach einem – zugegeben sehr mächtigem – Tagging-Werkzeug, was diese Daten dann listet und am Ende hatte ich das Gefühl, dass er auch genau darauf hinaus wollte, selbst wenn er es selbst natürlich ganz anders beschrieb), Ulrich Hegge sprach ein wenig über die Entwicklung der Medienwelt im Internet (Oh mein Gott! Hat mal jemand gesehen wie der Online-Auftritt vom Stern war? Grandios! – nicht…) und Wolfgang Blau von der Zeit Online sprach über Communitybindung.

Anmerkung: Noch mal zu der Sache mit den lokalen Nachrichten, sprich dem „Was passiert in meiner Nachbarschaft“: Braucht man dafür wirklich einen Feed? Sind die Leute wirklcih so fern ab der Realität, dass sie das Internet dem Menschlichen vorziehen? Interessant.

Letzteres möchte ich noch mal aufgreifen: Meiner Ansicht nach macht es wenig Sinn auf jedem Portal personalisierte Profilseiten, eigene Blogs, eigene Galerien und was weiß ich noch alles anzubieten. Grund: Die Leute haben ihr Facebook, Twitter, StudiVZ, Myblog, was auch immer bereits – und das reicht ihnen in der Regel. Andere Branchen haben das bereits erfolgreich (oder besser gesagt: NICHT erfolgreich) festgestellt.

Aber! Eine Idee möchte ich hervorheben: Journalisten, die in ihren eigenen Foren unterwegs sind, sollten bestimmte Sätze rauskopieren können (die besonders toll, wichtig, interessant, whatever waren), um sie direkt auf der Startseite zu zeigen. Da fühlen sich die Nutzer bestätigt und es ist wirklich nett. Keine Ahnung ob es viel bringt, aber es ist ein „Nice to Have“.

Insgesamt wirkte diese erste Runde ein wenig so, als wollten die Veranstalter die Anwesenden dazu bringen, vom Offliner zum Onliner zu werden. Nach einigen Gesprächen bekam ich das von mehreren Anwesenden auch bestätigt – da war ich also nicht der Einzige. Wirkliche Neuheiten, Fehl am Platz. Aber gut, dafür waren dann ja die Workshops statt, die leider allesamt parallel liefen. Schade. Ich setzte mich jedenfalls in den Twitter-Workshop.

Vorweg: Kompliment an Sven Wiesner. Ein herausragender Referent, der zwischen all die Anzugträger mit seiner schicken Armtätowierung nicht so recht passen wollte. Ein wenig Nerd, aber extrem intelligent möchte ich meinen. Es wurden einige nette Dienste für Twitter selbst vorgestellt, die allesamt recht interessant und brauchbar waren (twazzup, tweetgrid, riva etc.). Echte Knallermeldungen gab es zwar auch hier nicht, aber das Eine habe ich dabei gelernt:

Es bringt nicht so viel wie blöd Links über Twitter zu posten. Es macht mehr Sinn, sich mit den Leuten dort zu unterhalten, seinen Lesern einen Mehrwert zu bieten. Links werden im gemäßigten Maß viel lieber gesehen. Alternativ dazu kann man dann einen RSS-Feed einrichten. Klingt auch sinnig.

Danach kamen dann Risiken von Twitter. Alles mehr oder minder bekannt. Vorsicht mit der Glaubwürdigkeit, was passiert wenn ein Kurz-URL-Anbieter plötzlich weg ist und so weiter. Die üblichen Themen. Nett, aber für mich nicht wirklich interessant. Trotzdem: Hut ab auch vor Marcus Schwarze, de zwar nicht so spannend präsentieren kann aber viel Fachwissen an den Tag legte.

Danach im Gespräch noch ein interessanter Ansatz, den man ebenfalls bedenken sollte: Leuten es möglich machen, mit ihren Facebook, Twitter, Google etc. Accounts sich auf der eigenen Seite einzuloggen. Und das geht, den APIs sei Dank. Das ist Fortschritt – ein Account, überall Zugang. Bäm!

Danach bin ich dann auch schon gegangen. Zeit, Müdigkeit und das gewisse Bla trieben mich dann heim. Die Abschlusszusammenfassung wäre für mich aber wohl eher uninteressant gewesen. Von daher: Schön wars! Mit einigen Anmerkungen: Wenn man eine Twitterwall im Hintergrund der Referenten hat (Mit Beamer werden Twitter-Einträge an die Wand geworfen), dann sollte man die Beiträge vorher DRINGEND filtern. Aber nette Erkenntnis: Twitter lässt sich quasi als Chat für Jedermann verwenden – und erst Recht auf Veranstaltungen. Es funktioniert! Kein Witz! Und jeder der will hat sofort Zugang. Selbst ohne Twitterwall eine Sache die man in Zukunft bedenken sollte. Dann kann man mit jedem, der vor Ort ist, live kommunizieren ohne ihn zu sehen. Schön! Twitter als Chat. Keine schlechte Idee quasi. Vergleichbare Dienste gelten da natürlich auch (Google Wave ich hör dich in der Ferne rufen…)

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  1. mh
    September 17, 2009 um 9:26 pm

    mit der accountverlinkung fördert man halt die dominanz der scoial networks und das muss nicht zwingend positiv sein.

    mfg
    mh

  2. September 18, 2009 um 9:00 am

    Danke für die warmen Worte! Gruß Sven

  1. September 18, 2009 um 9:05 am

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