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Pressefreiheit Adè


Die PC World ist ein sehr bekanntes Printmagazin (und auch Onlinemagazin) im PC Bereich. Das steht außer Frage. Doch nun ist etwas geschehen, was mich an der deutschen Pressefreiheit, welche zumindest in unserem Grundgesetz verankert ist, zweifeln lässt. Und zwar eben bei dieser Zeitschrift. Zumindest, wenn das Schule macht.

Was ist also passiert? Wie der Inquirer berichtet, ist der aktuelle Chefredakteur seinen Job los. Gefeuert. Warum? Weil er einen Artikel schreiben wollte. Dieser trug den Titel „10 Dinge, die wir an Apple hassen“ – Es sollte ein humoristisches Werk werden, doch dem Verleger war schon das zuwider. Colin Crawford, der Chef des Verlages, veranlasste die Kündigung des Chefredakteurs. Außerdem bemängelte er auch noch, dass die Redakteure allgemein zu kritisch seien. Ganz besonders verwies er hier auf kritische Artikel über Anbieter, welche Anzeigen in der Zeitschrift schalten.
Laut dem Inquirer bekam der, nun ehemalige, Chefredakteur sogar des öfteren Anrufe von Steve Jobs persönlich, wenn diesem etwas in einem Artikel über Apple nicht gefiel.

Wo soll das hinführen? Vor einiger Zeit war in der Spielebranche schon ein riesen Wirbel (wie sich rausstellte um nichts) entstanden, weil irgendwer irgendwo behauptete, dass alle irgendwie korrupt seien. Damals war ich ein Verfechter der Onlinemagazine, kritisierte die Vorwürfe auf das Schärfste. So etwas konnte ich mir einfach nicht gefallen lassen. Und nun sehe ich, wie eine andere Sparte vor sich selbst einknickt. Die Pressefreiheit schwindet, kritische Artikel lassen sich durch genügend Anzeigenkäufe aufheben. Selbst ein Chefredakteur ist gegen so etwas nich mehr immun. So etwas muss doch zu verhindern sein…

Kategorien:Technik Schlagwörter: , ,
  1. Mai 5, 2007 um 1:04 pm

    ja machs gut pressefreiheit. lächerlich sowas, einfach nur lächerlich

  2. Mai 6, 2007 um 8:15 am

    Also ich denke das es gerade bei Computerzeitschriften schon seit langem mit der Pressefreiheit nicht all zu weit her ist, wie oft gab es schon Berichte das Redakteure oder Journalisten einen „Maulkorb“ bekommen haben!?
    Ich denke dabei besonders an Themen wie „Testergebnisse“ oder wie oben beschrieben „Meinungen zu einer Marke“.

    Ich kann auch nur sagen „Adé Pressefreiheit, es war schön mit dir…“

  3. Mai 7, 2007 um 2:11 am

    Naja, es ist nunmal so, dass die „Pressefreiheit“ in der Fachpresse immer ein zweischneidiges Schwert ist – man schaue sich nur mal die Situation in der Reisepresse an, wo die Reisen ja schliesslich auch von den grossen Anbietern gesponsort werden – nur die Anzahl der Magazine, die dies explizit in ihren Artikeln erwähnen, ist verschwindend gering.

    Auch uns könnte man gut und gerne eine latente Käuflichkeit vorwerfen – schliesslich geben die Publisher uns die zu testenden Titel und schalten gleichzeitig Werbebanner. Selbst eine Trennung von Marketing und Redaktion wie bei 4Players wäre dann nicht dagegen gefeit, wenn der grosse Papa Freenet sagt, dass dort bestimmte Formulierungen nicht mehr gewünscht sind.

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