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Schweden & Mercedes

Schweden Mercedes
Vermutlich kennt sich nicht jeder mit Onlinerollenspielen aus. Abseits all der World of Warcrafts, Guild Wars und was weiß ich noch allem gibt es auch einige, die tatsächlich richtiges Geld kosten. Ich rede hier nicht von monatlichen Kosten – die sind schon fast so normal, wie Nutella zum Frühstück. Ich rede von Spielen, in welchen man für richtiges Geld, richtige Sachen bekommt. Fast richtige halt. Virtuelle.

Das wohl bekannteste dürfte Second Life sein. Dort gab es schon Leute, die sich ganze Inseln kauften (für in etwa 30.000€) – oder einen Asteroiden (für rund 160.000€). Oder anders gesagt: Die Entwickler verdienen sich dumm und dämlich. Auch die Leute können sich dumm und dämlich verdienen. Der Spinner Mensch, der sich die Insel kaufte z.B. erhob Steuern auf eben dieser Insel. Er verkaufte sogar Werbeflächen und noch vieles weiteres. Auch kann man eigene Gegenstände erstellen, Gebäude bauen und und und…. es wird halt ständig erweitert und immer größer.

So langsam aber sicher macht mir das Teil jedoch Angst. Warum? Weil es zu alltäglich wird. Vor einiger Zeit gründete Schweden als erstes Land eine virtuelle Botschaft in Second Life. Eine echte Botschaft. Man sagte sogar, dass man überlege in Zukunft Zusammenkünfte online abzuhalten. Es sei zumindest eine Option.
Dann verkaufte auf einmal Toyota erste Autos für wenig Geld – natürlich nur virtuelle Autos. Und nun hat auch Mercedes seinen eigenen Firmensitz im Spiel und einen Second Life Blog. Bald schon soll es auch virtuelle Karren und eine Teststrecke geben.

Warum mir das nun ein wenig Angst macht: Bald dürfte es dann die virtuelle Bild Zeitung geben, dann setzen wir uns virtuell vor unseren PC und so weiter. Das ist gar nicht mal abwegig: Microsoft plant dieser Tage einen Konkurrenten zu Google Earth auf die Beine zu stellen. Allerdings komplett in 3D. Auch die Städte, nicht nur die Landschaften. Alles. Die ganze Welt in 3D. Darüber soll man dann auch irgendwann einmal virtuell einkaufen gehen (durchaus denkbar, einfach seinen Körper exakt vermessen lassen, dann in’s Kaufhaus surfen und anprobieren, maßgefertigte Kleidung 2 Tage später im Briefkasten haben) können.
Aber: Microsoft hat die Rechnung ohne Second Life gemacht. Wenn die Entwickler schlau genug sind, dann bauen sie gerade im Moment die Welt nach und wer weiß, vielleicht gibt es dann bald nicht mehr nur virtuelle Produkte für echtes Geld zu kaufen (mal ne Frage: wer ist eigentlich so grenzdebil „kluk“?), sondern echte Produkte für echtes Geld.

Dennoch ist mir das alles auf einmal zu selbstverständlich. Ich will nicht online wählen, ich will nicht online einkaufen, ich will nicht online in die Kneipe gehen und mich betrinken.

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  1. Ole
    Februar 15, 2007 um 8:50 pm

    Stell dir mal dieses Szenario vor:
    In der virtuellen Welt erschaffen wir eine virtuelle Welt. Mit Botschaften, Firmensitzen, Gebäuden und und …
    So abwegig ist das überhaupt nicht.🙂

  2. Februar 16, 2007 um 9:10 pm

    Die schwedische Botschaft in SL ist geplant, aber es gibt sie noch nicht.

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