Tschüss, Amazon!

Und Adios, Amazon. Premiummitgliedschaft abbestellt, Bestellungen werden nicht mehr getätigt. Danke ARD für den Bericht. Gruselig, was sich ein solcher Gigant da wagt.
amazon

Kategorien:Life Schlagworte: ,

Danke Kotaku!

Fans sind manchmal schon ein wenig seltsam. Wenn sie sich beschweren, dann wird es aber irgendwann wahrlich… absurd. Zumindest kann es absurde Züge annehmen. Zu dem Thema ein interessanter Beitrag auf Kotaku. Mit einem wundervollen Zitat, welches nahezu auf die meisten Rage-Modi der Fans zutreffen kann bzw. umgemünzt werden kann:

To the petitioners, if you’re reading this: one day you’re going to grow up realize that the mere existence of a video game is not the worst thing that is ever going to happen to you. That having an option is not the same thing as having a right taken away. That entertainment in and of itself is not a right, and that creators are not obligated to succumb to your every childish whim. You’ll have to learn to live with disappointment, and to adapt to change. And then and only then will you understand why your petition has only been signed by 11 people thus far.

Danke Kotaku!

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Eine theoretische Überlegung zur EZB

September 10, 2012 1 Kommentar

Okay. Ich verstehe ja, wie es zur heutigen Wirtschaftslage kommen konnte. Das leuchtet mir alles ein. Ich weiß, Systeme entwickeln sich, alles ist kompliziert und am Ende blickt sowieso kein Mensch mehr so richtig durch. Fakt ist: Es ist nun mal wie es ist. Aber die Sache mit der EZB macht mir gerade ein wenig Sorgen. Die darf nun Staatsanleihen in unbegrenzter Höhe aufkaufen.

Man möge mich korrigieren falls ich falsch liege, mit dem was nun folgt. Aber für mich gibt es da drei Möglichkeiten (Genaugenommen zwei, wobei aus einer der Möglichkeiten eine Alternative hervorgeht), die sich gerade abzeichnen. Möglichkeit 1. ist die, dass ich völlig falsch liege und irgendwie alles weitergeht wie bisher.

Möglichkeit 2.: Die EZB kauft die Armut in Europa auf. Staaten können ja nun theoretisch unendlich viel Geld in wer weiß was pumpen. Zum Beispiel auch in die Menschen. Also in die Jobs. Gehälter etc., Steuern senken. Weiß der Geier. Und die EZB finanziert das Ganze. Es gibt also, zumindest auf dem Papier keine Armut mehr.

Nun ist es doch aber so, dass die Welt nicht nur aus Europa besteht. Und die Wirtschaft, wie sie halt ist, ist kompliziert. Ein Konstrukt. Was ist also nun, wenn andere Gebiete (Asien, Nord- und Südamerika und Afrika (!)) auf die Idee kommen: Hey, was die EZB kann, das können wir auch. Alle dortigen Institute (Gibt es die für Afrika?) pumpen unendlich viel Geld in die Wirtschaft. Und am Ende sind alle Schulden getilgt und alle Menschen reich.

Klingt ja schön und gut. Aber was ist mit Möglichkeit 3.? Nämlich, dass plötzlich jemand auf die Idee kommt, dass wenn alle reich und wohlhabend sind, dass Geld keinen Wert mehr hat?

Kategorien:Politik, Sinnbefreit Schlagworte: , , ,

Der Producer-Job erklärt

So. Fucking. True.

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Gefährlicher Kickstarter-Hype

Kickstarter. Tolles Ding. Kurz erklärt: Auf Kickstarter kann man Projekte einstellen mit einem Geld-Ziel. Einfach gesagt: Man fragt die Leute nach Geld. Und sie können Spenden (und bekommt idr. dafür irgendwas. Das fertige Projekte. Frühen Zugang dazu. Vielleicht eine Widmung etc. zusätzlich. Sowas eben.). Man sagt den Leuten was man machen möchte und wieviel Geld man dazu benötigt. Und mit etwas Glück wird das Ganze dann finanziert. Der Hintergrund ist einfach: Vielleicht hat man keine Investoren finden können. Oder keinen Publisher. Oder man will einfach diesen völlig unabhängigen Weg gehen. Und nimmt man mehr Geld ein, als gedacht, so kann das Projekt noch toller werden.

Eigentlich eine ziemlich geniale Sache. Double Fine haben so für ihr Adventure mehr als drei Millionen Dollar eingesammelt. Und Wasteland 2 wurde mit fast drei Millionen erfolgreich finanziert. Aktuell übertrifft auch Castle Story alle Erwartungen. Nach 80.000 wurde gefragt. Aktuell liegt das Teil bald bei 350.000 Dollar. Es ist somit ebenfalls finanziert. Wobei. Ist das eigentlich korrekt? Dazu gleich mehr.

Feststehen tut: Kickstarter ist ein massiver Hype. Die Spielepresse bejubelt es. Von Denkzetteln für Publisher ist da die Rede. Von wahrer Kreativität. Und überhaupt. Ist das eigentlich korrekt? Und jetzt wird es spannend! In der Spieleindustrie ist es – und da muss man mal ehrlich sein – doch so, dass nahezu kein Termin wirklich gehalten werden kann. Und Budgets werden – auch da muss man ehrlich sein – oft überspannt. Ein Publisher kann solche Kosten, wenn alles gut geht, kompensieren und ist vielleicht bereit, das Mehrgeld zu investieren.

Was aber passiert eigentlich, wenn die ersten Kickstarter-Projekte, die angeblich finanziert sind, scheitern? Ein Monat mehr Entwicklungszeit kann nämlich ganz schnell das Aus bedeuten. Warum? Weil ein Monat Lohn-, Miete- und Entwicklungskosten beinhaltet. Was passiert eigentlich, wenn auf einmal die Kickstarter-Projekte ankommen und bei den “Kunden” um weitere Gelder betteln? Und genau das wird aber früher oder später passieren. Auch mit Projekten, die jetzt schon bereits als finanziert gelten. Das halte ich für äußerst wahrscheinlich. Nein, ich weiß es sogar. Ich kenne einige der Projekte dort. Habe sie selbst gesehen. Und ich sage ganz klar: Das wird nix. Nicht mit dem Budget. Nie. Und. Nimmer. Punkt. Im Prinzip ist es Geldabzocke, wenn man so will. Weil es einkalkuliert wird, dass es nichts wird.

Aber was passiert dann? Werden die Kunden bereit sein, noch einmal Geld reinzupacken? Das mit dem Zurückbekommen des Geldes ist nämlich so eine Sache. In den AGBs von Kickstarter heißt es, dass ein Projektteam das Geld anfangen muss, zurück zu erstatten, sobald es erkennt, dass das Projekt zum Scheitern verurteilt ist. Wenn das läuft wie üblich in der Branche ist am Ende kaum Geld zum zurückzahlen da. Das kann ein Spaß werden. Ich bin ja gespannt, ob dann dieser Hype-Wahn vorbei ist…

P.S.: Was ist eigentlich, wenn die Leute dann ein Spiel bekommen, was sie sich so gar nicht vorgestellt haben? Auch das stelle ich mir lustig vor…

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Warum Indie nicht immer ein Erfolg ist

Endlich mal wieder was schreiben. Vielleicht so ein wenig. Eigentlich habe ich ja mittlerweile Themen, über die ich das ein oder andere Wort verlieren könnte. Ich habe ja recht zügig Arbeit gefunden. Wobei. Das ist vielleicht ein Thema für einen anderen Beitrag. Na gut. Eine grundlegende Information ist natürlich notwendig: Bei einem Publisher bin ich untergekommen. Auf die dunkle Seite der Macht gewechselt. Vom Kritiker, zum Producer, auf die böse Seite, wie man das so gerne sagt. Zumindest in dieser Branche. Denn nach wie vor gilt: Die Publisher sind die Bösen. Ist ja auch klar. Geldgierig, ohne Passion am Werk. Ohne Herzblut, nur die Zahlen vor Augen. Independent-Entwicklungen sind ja so viel besser. Und überhaupt: Die Publisher sind böse.

Aber seien wir mal ehrlich: Ist das wirklich so? Ich denke nicht. Ich habe sogar eher die gegenteiligen Erfahrungen gemacht. Und ganz im Ernst: Ich bin ein großer Fan von Indie-Spielen. Und damit meine ich nicht nur das Mega-Beispiel Minecraft, was ja eigentlich gar nicht mal mehr so sehr den Indie-Charme inne hat. Dafür ist es ja schon fast zu groß. Nein. IndieDB, diverse Engine-Foren und Indie Games Mag gehören zu meinen täglichen Lektüren. Natürlich auch, weil ich hier nach interessanten Projekten Ausschau halte.

Aber egal. Die gegenteilige Erfahrung: Warum kann Indie eigentlich so richtig übel scheitern? Warum macht es auch für Indie-Studios Sinn, auf die Erfahrungen eines Publishers zurückzugreifen. Die Antwort ist einfach: Weil hier die Kontakte oftmals besser sind. Die Kontakte zu anderen Firmen. Nur weil etwas im Indie-Bereich extrem cool ist, muss es nicht gleich ein Erfolg sein. Da macht es manches Mal wahrlich Sinn, gleich vorab zu sagen, dass man ein geringeres Risiko eingeht und Teile des Gewinns an den Publisher abtritt, dafür aber Nummer sicher fährt.

Moment. Welches Risiko? Nun. Seien wir realistisch: Steam ist und bleibt der größte digitale Absatzmarkt in der Branche. Punkt. Da gibt es kein Wenn, kein Aber. Und Steam kassiert so langsam aber sicher auch die Retail-Zahlen ein. Fakt ist auch: Für Indie-Titel ist, sofern es sich nicht gerade um Minecraft handelt, Steam der wichtigste Markt. Und genau hier liegt der Hund begraben. Viele Indie-Studios wissen meist gar nicht, auf was sie sich hier einlassen. Denn Steam veröffentlicht nicht jedes Spiel. Die Erfahrung mussten gerade auch die Jungs von Unepic machen. Das Spiel sieht richtig gut aus, macht einen tollen Eindruck und räumt Vorschusslob ohne Ende ab. Und Steam? Tja. Steam verweigert die Veröffentlichung. Es passt nicht zu Steam, so die Begründung. Risiko angenommen, am Risiko gescheitert.

Hier wäre der Weg über einen Publisher wahrlich sinnig gewesen. Denn es ist tatsächlich so, dass man bei Steam ordentlich präsentieren muss, sonst kann man den Weg knicken. Vielleicht lernen andere Indie-Studios ja daraus…

Kategorien:Games Schlagworte: , , , , ,

Beschwerdebrief an die Deutsche Bahn

Sehr geehrte Damen und Herren von der Deutschen Bahn,

Mit viel Freude möchte ich mich für den großartigen neuen Fahrplan bedanken, der am 12. Dezember 2011 in Kraft getreten ist. Die Strecke Frankfurt – Marburg war ja bereits vor der Umstellung schon ziemlich überlastet, doch Sie haben es wahrlich geschafft, die Züge aus allen Nähten platzen zu lassen.

Nie zuvor waren die Züge voller. Wie hätte ich mir auch Besserung erhoffen können, nachdem über Wochen hinweg Mitarbeiter der Bahn die Strecke auf ihre Belastung überprüft hatten? Mit den Klickzählern gingen sie durch die Bahnen und notierten fleißig die Fahrgastzahlen und mussten scheinbar voller Erstaunen feststellen, dass zwar nicht jeder Fahrgast einen Sitzplatz haben konnte (besonders nicht zum Feierabendverkehr), dass aber auf den Gepäckablagen noch genügend Platz vorhanden zu sein schien. Und natürlich war noch nicht jeder Quadratzentimeter der Gänge mit menschlicher Fracht belegt.

Ich weiß nicht genau, welche Verbindungszüge gestrichen werden mussten und welche Anschlusszüge umverlegt werden mussten, doch das Ergebnis kann sich sehen lassen: Voller waren die Züge noch nie. Gruppenkuscheln über eine Fahrt von einer grob geschätzten Stunde – das hat schon was. Lesen ist nun auch nicht mehr im Stehen möglich, denn das Buch würde, sofern man es vor sich halten wollte, zu viel Platz vergeuden.

Mir scheint, dass jedes Tier in Deutschland mehr Rechte in Sachen Bewegungsfreiheit besitzt, als die Fahrgäste der Deutschen Bahn. Dafür wollte ich mich überschwänglich bedanken. Doch allein die unsägliche Unbequemlichkeit ist nicht allein Grund für meine baldige Quittierung der Inanspruchnahme Ihrer Dienste, nein, sondern auch das Risiko, welches von solch überfüllten Zügen ausgeht. Eine kleine Bremsung sorgt schon für bedrohliches Massenschwenken, da will ich mir gar nicht ausmalen, was bei heftigeren Geschwindigkeitsreduzierungen wohl der Fall sein könnte.

Umweltfreundliches Fahren schön und gut. Damit wirbt die Deutsche Bahn. Doch in Anbetracht der Verspätungsqualitäten, der brachialen Überfüllung und der Frechheit, genau in diesem Verkehr auch noch darauf bestehen zu müssen, unfreundliche Schaffner und Schaffnerinnen auf Fahrkartenkontrolle zu schicken, die allen Ernstes meinen die Fahrgäste mit wütendem Gebell anzublaffen, freue ich mich, Ihnen mitteilen zu können, dass ich von nun an, sobald mein Umzug vonstatten gegangen ist und ich nicht mehr auf die miserable Anbindung angewiesen bin, andere Verkehrsmittel verwenden werde.

Und merken Sie etwas? Die gestiegenen Preise, wegen erhöhter Energiekosten und dennoch eingefahrener Rekordgewinne, die habe ich nicht einmal angesprochen. Ah. Moment. Habe ich ja nun doch.

Hochachtungsvoll,
Michael Hoss

P.S.: Ich hätte sehr gerne ihr Kontaktformular genutzt, nachdem ich keine Emailadresse finden konnte. Doch hätte mir das Kontaktformular, auf Grund der Tatsache, dass es leider kein Kopieren & Einfügen erlaubt, einen weiteren Grund zur Beschwerde geliefert. Also habe ich es nicht getan.

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